Scoring & Bonitätsmanagement – im Bezug auf die DSGVO

von Peter | Mai 27, 2019 | Datenschutz | 0 Kommentare

Unternehmen, die sich wirtschaftlich absichern wollen, greifen auf sog. Scorewerte von Auskunfteien (z.B. Schufa, Creditreform, Arvato Infoscore, Bürgel etc.) zurück. Ein Scorewert ist ein Zahlenwert (ähnlich einer Schulnote) und gilt zwischenzeitlich unstreitig als personenbezogenes Datum i.S.d. Art. 4 Nr. 1 DSGVO.

Das bedeutet, dass jede Verarbeitung eines Scorewerts datenschutzrechtlich geprüft werden und legitimiert sein muss.

Für den Händler bedeutet dieses Ergebnis, dass ein Scorewert zu einem Kunden (= natürliche Person) erst dann in den weiteren Kaufprozess einbezogen werden darf, wenn ein tatsächliches wirtschaftliches Ausfallrisiko besteht.
Ein Scorewert darf also nicht pauschal zu Beginn eines Online-Kaufs abgefragt werden, sondern erst, nachdem sich der Kunde für den Kauf auf Rechnung oder für die Zahlung per Lastschrift entschieden hat. Die faktische Umsetzung dieser zeitlichen Abfolge ist also entscheidend für die datenschutzrechtliche Zulässigkeit des Vorhabens.

Scoring & Bonitätsmanagement – Ein erster Überblick